Fachwissen für digitale Entscheidungen
Wie sorgt man dafür, dass das CRM auch benutzt wird?
Kurzantwort
Warum Systeme umgangen werden
Nicht aus Trotz. Sondern weil der alte Weg schneller ist. Wer einen Kontakt in Outlook in fünf Sekunden findet und im CRM in dreissig, benutzt Outlook – jede Anweisung ändert daran nichts.
Was Akzeptanz erzeugt
Zeitersparnis am ersten Tag. Wenn das System etwas kann, das vorher mühsam war – etwa alle Informationen zum Kunden auf einen Blick vor dem Telefonat –, ist die Sache entschieden.
Wenig Pflichtfelder. Jedes zusätzliche senkt die Erfassungsquote.
Nutzen auch für die Erfassenden. Ein System, das nur Berichte für die Leitung erzeugt, wird als Kontrolle empfunden. Eines, das die eigene Wiedervorlage übernimmt, als Hilfe.
Frühe Beteiligung. Wer beim Zuschnitt mitreden durfte, verteidigt das Ergebnis.
Was nicht funktioniert
- Eine Schulung ohne echten Nutzen im Alltag
- Anweisungen ohne Beseitigung der Hürde
- Kennzahlen über die Erfassungsquote einzelner Personen – das erzeugt Scheindaten, keine echten
Der ehrliche Test nach acht Wochen
Wie viele Vorgänge laufen wirklich über das System? Diese Zahl ist aussagekräftiger als jede Rückmeldung im Meeting. Liegt sie niedrig, liegt es am System, nicht an den Menschen.
Schulung, die wirkt
Kurz, am echten System, mit echten Daten, in kleinen Gruppen – und eine Aufzeichnung für neue Mitarbeitende. Keine Präsentation über Funktionen.
Kernfakten
- Grundregel
- Schneller sein als der bisherige Weg
- Bester Frühindikator
- Anteil der Vorgänge im System nach acht Wochen